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In den späten 60er und frühen 70er Jahren bedeutete der Surfer-Lifestyle, dass man in seinen Kombi stieg, der bis oben hin vollgepackt war mit Surfbrettern, Surfkarten, Zelten und Schlafsäcken, und bis an die Küste zur klassischen Surfsafari fuhr. Wo man am Ende landete, hing voll und ganz von den Wellen ab. Die Wettervorhersagt entschied, welche Richtung die freimütigen Wellenjäger einschlugen und keiner wusste die Wetterkarte so gut zu lesen wie ex-Maroubra Surfer Gordon Merchant. Er hatte eine unheimliche Begabung dafür, immer am richtigen Strand anzukommen, und zwar genau wenn die Welle losging (das bedeutet wenn der Wind, die Gezeiten und die Brandung die perfekte Welle erzeugten).

Es passierte bei einem solchen magischen Surftrip, dass Gordon seinen „Pot of Gold“ fand und einfach nicht mehr nach Maroubra zurück kam. Er hatte sein Surf-Paradies entdeckt: ein 20 Meilen breiter goldener Sandstrand mit perfekten Wellenbrechern.

Gordon stand ungefähr 300 Tage im Jahr auf dem Surfbrett, wobei man nur Boardshorts oder Baggies trägt. So machte er einen signifikanten Beitrag zur gerade entstehenden Surfing Industrie an der Gold Coast: Als Gestalter der neuen Szene landete Gordon einen großen Durchbruch als er einen neuen Typ des Surfbretts erfand, eine Entwicklung, die Joe Larkins Team, Michael Petersen und Rabbit Bartholomew bei ihrem Aufstieg zu den Top-Surfern der Welt half. Da er selbst ein Sportler war, hatte Gordon viele Ideen. So rettete Gordon viele Surfer, indem er das erste Bein-Seil entwickelte. Natürlich ist das im Vergleich zum heutigen Standard ein primitives Mittel, aber jeder, der über die Felsen bei Burleigh Heads klettern musste, schuldet Gordon genau genommen ein Bier. In 1973 begannen Gordon und Rena Merchant damit, handgemachte Boardshorts zu produzieren. Die Shorts waren sehr widerstandsfähig und trotzten den Elementen, sondern waren auch dazu in der Lage die harten Prüfungen auszuhalten, denen sie durch die lokalen Surfer-Helden Guy Omerod und Rabbit Bartholomew täglich unterzogen wurden.

Aus diesen bescheidenen Verhältnissen entstand Billabong. Gordon verließ in den nächsten Jahren seine Fabrik nur selten und Billabong fasste Fuß als bodenständige Marke. Die Entwicklung verlief so positiv, dass die kleine Fabrik wahrhaftig aus allen Nähten platzte. Also wurde eine moderne Fabrik und ein Warehouse gemietet, die Gordon und Rena zu noch mehr Arbeit verhalfen. Der Australischen Surfing Industrie wurde klar, dass da ein Mann war, der von seiner Vision, die beste Produktqualität bei Boardshorts zu liefern, getrieben wurde und in den 80er Jahren schaffte es Billabong tatsächlich, sein Ziel zu erreichen. Sie produzierten die besten Boardshorts auf dem Markt! Im Laufe dieser Zeit wurde Billabong international tätig. Zuerst wurde nach Kalifornien exportiert, dann Japan, Neuseeland und Europa.

Gordon suchte sich die besten Partner in dem Geschäft, zum einen in Australien, aber auch im Ausland. Diese Partner halfen dabei, Billabong in seinem Erfolg noch weiter zu pushen und es an die Spitze zu führen. So wurde Billabong in den 90er Jahren zur Nummer 1 in Australien und hatte sich auch international weiter durchgesetzt. Natürlich realisierten nur wenige Leute, welchen Einfluss Bordon Merchant auf das Design, das Marketing und den Vertrieb hatte. Zum 25. Geburtstag der Marke zog die Fabrik ein weiteres Mal um. Diesmal stellte der ausgewählte Komplex eine der modernsten und effektivsten Fabrikgebäude dar, das sich durch seinen Polynesian Style Retail Showroom an der Fassade der Firma auszeichnet. Dieser Showroom präsentiert das größte Sortiment an Billabong Klamotten weltweit.

Billabong wird im Rahmen von vielen Promotions unterstützt, jedoch wird das Ansehen, welches die Marke auf dem freien Markt hält, auch durch Billabongs Engagement bei Profi Boardsport und seinen Teamsportlern deutlich. Billabong sponsert viele Events in der ganzen Welt, wobei die Junior Athletenförderung besonders unterstützt wird. Das Superevent ist und bleibt jedoch der Billabong Pro Contest, welcher an der Gold Coast und Jeffreys Bay in Südafrika stattfindet.
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